Porträt Thomas

 

Für die Fliegerei habe ich schon seit Kinderzeiten geschwärmt. Ein guter Freund meines Vaters schaffte dann die Brücke zur richtigen Fliegerei, weil er im Pirnaer Segelflugverein fliegt. Mit dem frühest möglichen Alter von 14 Jahren habe ich dann in Pirna angefangen das Fliegen zu erlernen. Zu dieser Zeit entwickelte sich im Verein eine große Dynamik hin zum Streckensegelflug. Getrieben wurde diese durch das Trio – Kai Glatter – Andre Terpe – Stefan Altenburger. Auch ich wurde dadurch angestachelt und machte meine ersten Überlandversuche vor Erhalt der Lizenz. Mit der Lizenz in der Tasche gab es kein Halten mehr und jede freie Minute wurde genutzt um auf den Flugplatz zu fahren und zu fliegen. Mit 18 Jahren bin ich auf den ersten Streckenflug-Wettbewerb gefahren. Nach einigen Wettbewerben auf denen ich viel Erfahrung sammeln konnte, bin ich 2001 das erste Mal zu einer Deutschen Junioren Meisterschaft gefahren. Auf dieser gelang mir der Sprung in die Junioren Nationalmannschaft mit einem 5. Platz.

Zu dieser Zeit konnte ich das Förderflugzeug IYB von Bruno Gantenbrink für ein Jahr nutzen, was mir die Fliegerei in der leistungsstärkeren Standardklasse möglich machte. Ein Einblick in das Nonplusultra der Segelfliegerei - der offenen Klasse – verschaffte mir Hans Werner Grosse mit der ASH25 HW.

In der Wettbewerbsfliegerei bin ich aber der Clubklasse treu geblieben. Nach einigen gemeinsamen Teilnahmen mit Kai Glatter und Uwe Augustin an verschiedenen Wettbewerben konnten immer wieder gute Ergebnisse erzielt werden. Daraus hat sich ein eingeschworenes Team entwickelt. Mehrfach haben wir den Angriff auf den Deutschen Meistertitel vorgenommen und im letzten Jahr konnten Kai und ich die Meisterschaft für uns entscheiden.

Wenn ich nicht auf Wettbewerben unterwegs bin, erkunde ich die Heimat um den Startplatz Pirna. Ziele sind dabei der Bayrische Wald im Süden, der Thüringer Wald im Westen und der Höhepunkt ausgedehnter Streckenflüge ist die Umrundung der großen Lufträume von Prag und Berlin. Hierbei werden Strecken zwischen 200 und 900 km an einem Tag ohne Antrieb zurückgelegt. Als weiteren Saison-Höhepunkt haben wir uns gemeinsam mit Kai die Wellenfliegerei in den tschechischen Mittelgebirgen erflogen, die einen völlig neuen Blick auf die Segelfliegerei von Pirna aus ermöglicht.